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Ärztliche Erklärung proktologischer Erkrankungen anhand eines anatomischen Modells des Enddarms und Afters.

Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie

Proktologie

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Erkrankungen des Enddarms und Afters sind häufig, werden jedoch aus Scham oft lange hinausgezögert. Beschwerden wie Schmerzen, Juckreiz, Blutungen oder Stuhlentleerungsstörungen können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und sollten frühzeitig fachärztlich abgeklärt werden.

In der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Klinikum Kulmbach bieten wir moderne diagnostische und operative Verfahren zur Behandlung proktologischer Erkrankungen an. Unser Ziel ist eine möglichst schonende, schmerzarme und individuell abgestimmte Therapie.

Durch moderne Operationsverfahren, langjährige Erfahrung und eine diskrete Betreuung gewährleisten wir eine sichere und vertrauensvolle Behandlung.

Der Enddarm und seine Funktion

Der Enddarm und der Schließmuskelapparat übernehmen wichtige Aufgaben bei der kontrollierten Stuhlentleerung. Erkrankungen in diesem Bereich können Beschwerden wie Schmerzen, Nässen, Blutungen, Fremdkörpergefühl oder Einschränkungen der Kontinenz verursachen.

Zu den häufigsten proktologischen Erkrankungen zählen:

  • Hämorrhoidalleiden
  • Analfissuren
  • Analabszesse und Analfisteln
  • Marisken
  • Steißbeinfisteln (Sinus pilonidalis)
  • Enddarmpolypen und gutartige Veränderungen

Die Wahl der Behandlung richtet sich nach Art und Ausprägung der Erkrankung sowie den individuellen Beschwerden der Patientinnen und Patienten.

Hämorrhoiden sind vergrößerte Gefäßpolster im Bereich des Afters und können Beschwerden wie Juckreiz, Blutungen, Nässen oder Schmerzen verursachen.

Je nach Ausprägung kommen unterschiedliche Therapieverfahren zum Einsatz:

  • konservative Behandlung
  • Verödung oder Gummibandligatur
  • operative Verfahren bei fortgeschrittenen Befunden

Unser Ziel ist eine möglichst schonende Behandlung mit schneller Beschwerdelinderung.

Analfissuren sind schmerzhafte Einrisse der Schleimhaut im Bereich des Afters. Typisch sind starke Schmerzen beim Stuhlgang sowie gelegentliche Blutungen.

Die Behandlung erfolgt zunächst konservativ mit:

  • Salbenbehandlung
  • Schmerztherapie
  • Regulierung des Stuhlgangs

Bei chronischen oder ausgeprägten Befunden kann eine operative Therapie erforderlich werden.

Analabszesse entstehen durch bakterielle Entzündungen im Bereich des Enddarms und verursachen häufig starke Schmerzen und Schwellungen.

Da sich aus Abszessen Fistelgänge entwickeln können, ist häufig eine operative Behandlung notwendig.

Wir bieten:

  • operative Abszessentlastung
  • moderne Fistelchirurgie
  • individuell angepasste Operationsverfahren zum Erhalt der Schließmuskelfunktion

Steißbeinfisteln entstehen meist im Bereich der Gesäßfalte durch eingewachsene Haare und chronische Entzündungen.

Je nach Befund kommen unterschiedliche operative Verfahren zum Einsatz – von kleinen minimal-invasiven Eingriffen bis hin zu plastischen Rekonstruktionen bei ausgeprägten Befunden.

Gutartige Veränderungen im Bereich des Enddarms können Beschwerden verursachen oder im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen entdeckt werden.

Je nach Befund erfolgt die Behandlung:

  • konservativ
  • ambulant-operativ
  • stationär bei größeren Eingriffen

Moderne und schonende Operationsverfahren

In der Proktologie setzen wir auf moderne, möglichst gewebeschonende Behandlungsmethoden.

Hierzu gehören unter anderem:

  • minimal-invasive Verfahren
  • schmerzarme Operationsmethoden
  • sphinkterschonende Techniken
  • ambulante Eingriffe, wenn medizinisch möglich

Unser Ziel ist eine schnelle Heilung bei möglichst geringer Belastung für die Patientinnen und Patienten.

Ambulant oder stationär?

Viele proktologische Eingriffe können heute ambulant durchgeführt werden. Größere oder komplexere Operationen erfolgen stationär mit individueller Nachbetreuung.

Welche Behandlung für Sie geeignet ist, besprechen wir ausführlich im persönlichen Gespräch.

Nach der Operation

Eine strukturierte Nachsorge ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung.

Wir begleiten unsere Patientinnen und Patienten individuell durch die Heilungsphase und unterstützen eine möglichst schnelle Rückkehr in Alltag und Beruf.

Unser Ziel

Unser Ziel ist eine diskrete, sichere und individuell abgestimmte Behandlung proktologischer Erkrankungen.

Durch moderne Diagnostik, schonende Operationsverfahren und persönliche Betreuung möchten wir Beschwerden nachhaltig lindern und die Lebensqualität unserer Patientinnen und Patienten verbessern.

Kontakt Proktologie

Dr. med. Klaus-Alexander Müller, MHBA
Oberarzt
Klink für Allgemein- und Visceralchirurgie

Dr. med. Klaus-Alexander Müller, MHBA

Facharzt für Allgemeine Chirurgie
Facharzt für Visceralchirurgie
Zusatzbezeichnung: Spezielle Viszeralchirurgie

Master of Health Business Administration

Fachkunde: Rettungsdienst

Qualifikation: Ernährungsmediziner (DAEM/DGEM)

Sekretariat der Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie

Verena Backert

Albert-Schweitzer-Straße 10
95326 Kulmbach

Telefon: 09221 98-1701
Telefax: 09221 98-771700

E-Mail: Verena.Backert(at)klinikum-kulmbach.de 

Donnerstags von 11.30 bis 12.30 Uhr Sprechstunde zu koloproktologischen Fragestellungen nach vorheriger Terminvereinbarung.