In der Funktionsabteilung stehen zwei hochmoderne Kathetermessplätze zur Verfügung. Es handelt sich jeweils um eine bi- und eine monoplane Anlage.
Für die Labore besteht eine 24-Stunden-Rufbereitschaft zur sofortigen Behandlung von Patienten mit akutem Herzinfarkt. Zu den Hauptaufgaben gehört der invasive Nachweis einer bedeutsamen koronaren Herzerkrankung (Herzkatheteruntersuchung).
Behandlungsschwerpunkte Interventionelle Kardiologie
Erkrankungen des Herzkreislaufsystems gehören zu den häufigsten in Deutschland.
Bei Nachweis geeigneter höhergradiger Engstellen wird meist im weiteren Verlauf eine Aufdehnung des Gefäßes mittels eines Ballonkatheters und eine anschließende Stentimplantation (Gefäßstütze) durchgeführt.
Die digitale Subtraktionsangiographie (DSA) ist ein röntgenologisches Verfahren zur detaillierten Darstellung der Halsschlagadern.
Dabei wird ein Kontrastmittel verabreicht, das die Gefäße sichtbar macht und eine präzise Beurteilung von Engstellen, Verschlüssen oder Gefäßveränderungen ermöglicht. Durch die digitale Nachverarbeitung werden umliegende Strukturen ausgeblendet, sodass die Gefäßdarstellung besonders klar und aussagekräftig ist. Die DSA dient sowohl der exakten Diagnosestellung als auch der Therapieplanung.
Die Angiographie der Nierenarterien dient der genauen Darstellung der Nierengefäße bei Verdacht auf eine Verengung der Nierenarterien. Mithilfe von Kontrastmittel können Lage, Ausmaß und Bedeutung der Gefäßveränderung präzise beurteilt werden.
Bei nachgewiesener relevanter Engstelle kann im gleichen Eingriff eine Angioplastie (PTNA – perkutane transluminale Nierenarterienangioplastie) durchgeführt werden. Dabei wird die Verengung mit einem Ballon erweitert und bei Bedarf eine Gefäßstütze (Stent) eingesetzt, um die Durchblutung der Niere zu verbessern und Folgeschäden zu vermeiden.
Die diagnostische Koronarangiographie ist eine spezielle Herzkatheteruntersuchung zur Darstellung der Herzkranzgefäße.
Dabei wird über einen dünnen Katheter, der in der Regel über die Leisten- oder Handgelenksarterie eingeführt wird, Kontrastmittel in die Koronararterien gespritzt. So lassen sich Engstellen, Verschlüsse oder andere Veränderungen der Herzkranzgefäße präzise erkennen.
Die Untersuchung dient der sicheren Abklärung von Durchblutungsstörungen des Herzmuskels und bildet die Grundlage für das weitere therapeutische Vorgehen, beispielsweise eine medikamentöse Behandlung oder eine interventionelle Therapie wie eine Gefäßerweiterung mit Stentimplantation.
Zur Beurteilung der funktionellen Relevanz einer Engstelle an den Herzkranzgefäßen gilt die sogenannte Druckdrahtmessung als das am besten geeignete Verfahren.
Nach Erreichen einer maximalen koronaren Durchblutung lässt sich anhand des Druckabfalls im Bereich der Gefäßverengung die Bedeutung des Stenosegrades zuverlässig bestimmen. Auf Grundlage dieses Ergebnisses wird das weitere therapeutische Vorgehen festgelegt – entweder eine konservative Behandlung oder die Implantation einer Gefäßstütze (Stent).
Die Abbildung zeigt die Druckmessung vor (rote Kurve, pa) und nach (gelbe Kurve, pd) der Gefäßverengung. Aus dem Quotienten pa/pd unter maximaler Durchblutung kann auf die Relevanz der Läsion geschlossen werden.
Mit freundlicher Genehmigung: St. Jude Medical.
Intraaortale Ballonpumpe (IABP), Cardiohelp und ECMO
Zur Unterstützung von Herz und Kreislauf stehen in unserer Klinik moderne intensivmedizinische Systeme zur Verfügung. Die intraaortale Ballonpumpe (IABP) und das Cardiohelp-Unterstützungssystem, eine miniaturisierte Herz-Lungen-Maschine, kommen insbesondere bei schwer herzinsuffizienten Patienten zum Einsatz. Sie stützen den Kreislauf, verbessern die Herzleistung und sichern die Durchblutung lebenswichtiger Organe.
Die ECMO (extrakorporale Membranoxygenierung) ist eine weitere intensivmedizinische Technik, die die Sauerstoffversorgung des Blutes übernimmt und so die Atemfunktion unterstützt, wenn die Lunge nicht ausreichend arbeitet.
Bei Verdacht auf eine Herzmuskelerkrankung, eine kardiale Speicherkrankheit oder bei bestehender Herzmuskelschwäche bzw. Herzrhythmusstörungen kann eine Myokardbiopsie durchgeführt werden. Dabei wird eine kleine Gewebeprobe aus dem Herzmuskel entnommen, um die Ursache der Erkrankung genau zu bestimmen.
Die Entnahme erfolgt unter Röntgenkontrolle mithilfe einer winzigen Zange aus der rechten und/oder linken Herzkammer. Die gewonnenen Proben ermöglichen eine gezielte Diagnostik und helfen, die optimale Therapie für den Patienten zu planen.
Defekte der Vorhofscheidewand sind angeborene Verbindungen zwischen dem rechten und linken Vorhof des Herzens. Zu den häufigsten Formen zählen das persistierende Foramen ovale (PFO) sowie der Atriumseptumdefekt (ASD). Bei entsprechender medizinischer Indikation können beide Defekte minimalinvasiv behandelt werden. Dabei wird über einen Katheter ein sogenannter Occluder („Schirmchen“) in den Bereich des Defekts eingebracht, der diesen dauerhaft verschließt.
Das linke Vorhofohr ist eine anatomische Aussackung des linken Vorhofs. Bei Patientinnen und Patienten mit Vorhofflimmern können sich dort häufig Blutgerinnsel bilden, die als Emboliequelle gelten und Schlaganfälle auslösen können. Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung in Deutschland.
Zur Schlaganfallprävention ist in der Regel eine dauerhafte Blutverdünnung erforderlich. Kommt es jedoch zu schweren Nebenwirkungen wie Hirnblutungen oder Blutungen des Magen-Darm-Trakts, stellt der interventionelle Verschluss des linken Vorhofohres (LAA-Verschluss) eine bewährte Alternative dar. Hierbei wird das Vorhofohr mithilfe eines speziellen Schirmchens verschlossen, sodass sich dort keine Blutgerinnsel mehr bilden können. In vielen Fällen kann die blutverdünnende Therapie anschließend beendet werden.
Je nach anatomischen Gegebenheiten kommen unterschiedliche, etablierte Verschlusssysteme zum Einsatz. Diese Verfahren tragen wesentlich zur Reduktion des Schlaganfallrisikos bei und erhöhen zugleich die Sicherheit für Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Blutungsrisiko.
Mit dieser Methode lassen sich Ablagerungen und Schädigungen an den Gefäßinnenwänden präzise darstellen.
Die Plaquestruktur und die Läsion können direkt beurteilt werden, wodurch detaillierte Einblicke in das Gefäß gewonnen werden. Zudem ermöglicht das Verfahren eine zuverlässige Beurteilung der Qualität der durchgeführten Intervention.
Dieses moderne, hochauflösende Verfahren ermöglicht eine besonders präzise Darstellung der Gefäße.
Dabei kann der Durchmesser eines Blutgefäßes exakt bestimmt werden, ebenso wie die Länge einer Gefäßverengung (Läsion). Die Methode wird vor allem zur detaillierten Visualisierung moderner Gefäßstützen aus Milchsäure eingesetzt.
Das OCT-Bild zeigt den Querschnitt eines Herzkranzgefäßes nach Implantation einer modernen Gefäßstütze (Stent) mit sehr dünnen Streben. Im Zentrum ist der OCT-Katheter erkennbar.
Mit freundlicher Genehmigung: St. Jude Medical.
Dieses Verfahren kommt bei schwerstverkalkten Herzkranzgefäßen zum Einsatz, welche mit konventionellen Methoden nicht aufgedehnt werden können.
Mit einem miniaturisierten Bohrkopf kann eine schwerstverkalkte Gefäßverengung problemlos überwunden werden. Anschließend kann mit Ballons nachgedehnt werden und das Gefäß wird abschließend mit einem Stent (Gefäßstütze) versorgt.
Als Alternative zur Operation an den Halsgefäßen hat sich in den letzten Jahren die Implantation von Stents in dieser Gefäßprovinz etabliert.
Mit diesem Verfahren bieten wir in unserem Behandlungsschwerpunkt eine hohe Sicherheit.
Links: Hochgradige Engstelle der Halsschlagader vor der Intervention. Rechts: Resultat an der Halsschlagader nach Implantation einer Gefäßstütze (CAS). Die Engstelle wurde komplett beseitigt
Das kleine in einer Umhängetasche oder am Gürtel tragbare Aufzeichnungsgerät nimmt EKG-Signale, wahlweise mit 3 oder 12 Ableitungen, über 24 bis 72 Stunden auf.
Dieses interventionelle Verfahren kann bei hochgradigen Engstellen der Nierenarterien in Sonderfällen zum Einsatz gebracht werden.
Das linke Vorhofohr ist eine Aussackung im Bereich des linken Vorhofs des Herzens. In dieser Aussackung kommt es bei Patienten mit Vorhofflimmern häufig zur Bildung von Blutgerinnseln. Diese fungieren als Emboliequelle und Auslöser des Schlaganfalls. Vorhofflimmern ist in Deutschland die häufigste Herzrhythmusstörung.
Üblicherweise müssen Patienten mit Vorhofflimmern und bestimmten Risikofaktoren eine sogenannte Blutverdünnungstherapie durchführen. Treten hier schwere Nebenwirkungen auf (Gehirnblutung, Blutungen aus dem Magen-Darm-Trakt) kann das Vorhofohr mit einem speziellen Schirmchen interventionell verschlossen werden. Im Anschluss kann die Blutverdünnung mit Marcumar oder einer anderen Substanz beendet werden. Dadurch sollen weiteren Blutungskomplikationen für den Patienten verhindert werden. In Abhängigkeit der Anatomie des linken Vorhofohres kommen verschiedene Verschluss-Systeme zum Einsatz. Im Folgenden sehen Sie die Abbildungen der am meisten in Deutschland verwendeten Schirmchen zum Verschluss des linken Vorhofohres.
Bild: ACP-Schirmchen zum Verschluss des linken Vorhofohres mit freundlicher Genehmigung St. Jude Medical
- Schematische Darstellung der Lage eines ACP-Schirmchen im LAA mit freundlicher Genehmigung St. Jude Medical
- Schirmchen (Watchman-Device) zum Verschluss des linken Vorhofohres mit freundlicher Genehmigung Boston Scientific
Cardio-CT- und Cardio-MRT-Untersuchungen bieten wir in enger Zusammenarbeit mit der Radiologischen Abteilung des Klinikum Kulmbach an.
Diese modernen bildgebenden Verfahren kommen insbesondere bei Verdacht auf eine koronare Herzerkrankung nach unklarem oder nicht durchführbarem Belastungstest, bei Verdacht auf Koronaranomalien sowie bei Hinweisen auf eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) zum Einsatz. Darüber hinaus leistet das Cardio-MRT einen wichtigen Beitrag bei der Abklärung von Herzmuskelerkrankungen.
Interventionelle Herzklappen-Korrektur – Ein neues Verfahren am Klinikum Kulmbach
Herzinsuffizienz ist ein Zustand, bei dem das Herz nicht genug Blut in den Körper pumpen kann. Das Herz versucht dies zu kompensieren, indem es größer wird, und diese Vergrößerung bewirkt, dass sich die Mitralklappe (Klappe zwischen der linken Vor- und Hauptkammer) erweitert, was wiederum zu einer Undichtigkeit der Mitralklappe und Mitralinsuffizienz führt. Leider beeinträchtigt dies die Funktion des Herzens weiter und so verschlechtert sich die Herzinsuffizienz mit der Zeit.
Eine funktionelle Mitralklappeninsuffizienz (FMI) ist darauf zurückzuführen, dass die Mitralklappe nicht richtig schließt und das Blut in die falsche Richtung fließt oder zurückfließt. Dies verringert die Menge an sauerstoffhaltigem Blut, die in den Körper gepumpt wird, erhöht die mit Herzinsuffizienz verbundenen Symptome und verringert die Lebensqualität derjenigen, bei denen eine Diagnose gestellt wurde. Ungefähr 70 Prozent der Menschen mit Herzinsuffizienz leiden an FMI.
Das Carillon Mitral Contour System ist eine minimal-invasive Behandlungsoption, die speziell für die Behandlung von FMI entwickelt wurde. Das Carillon-Implantat wird unter Verwendung einer nicht-chirurgischen, minimal invasiven (katheterbasierten) Technik in einer Vene an der Außenseite des Herzens, die an die Mitralklappe angrenzt, platziert. Diese einfache Prozedur wurde entwickelt, um die Mitralklappe umzuformen, die Undichtigkeit der Klappe zu verringern und somit die Mitralinsuffizienz zu verringern.
Ergebnisse mehrerer internationaler klinischer Studien zeigen, dass das Carillon-System die Mitralinsuffizienz wirksam reduziert. Bei mit dem Carillon-System behandelten Patienten bessert sich in der Regel die Herzinsuffizienz und die allgemeine Lebensqualität.
Wir freuen uns, dass wir unseren Patienten diese minimal-invasive Methode der Behandlung einer Undichtigkeit der Mitralklappe nun seit einigen Monaten anbieten können.
Herzlichst, Ihr Dr. med. J. Trautvetter
Die Vasospasmustestung ist ein spezielles diagnostisches Verfahren zur Abklärung von wiederkehrenden Brustschmerzen.
Sie dient dem Nachweis von vorübergehenden Gefäßverengungen (Gefäßkrämpfen) der Herzkranzgefäße, die trotz unauffälliger Befunde in anderen Untersuchungen Beschwerden verursachen können.
Durch die gezielte Testung lässt sich feststellen, ob ein Vasospasmus als Ursache der Symptome vorliegt. Das Ergebnis ermöglicht eine gezielte und wirksame Therapie, um Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten zu verbessern.
Leistungsspektrum
Herzkatheteruntersuchung
- RHK
- Ruhe und Belastung
- PTCA
- PCI
- Implantation von koronaren Stents
- Medikamenten-beschichtete Ballonkatheter (englisch: drug coated balloon DCB)
- Medikament-freisetzende Ballonkatheter (englisch: drug eluting balloon DEB)
Verfahren zur Beurteilung der Herzkranzgefäße
Zur Beurteilung und Darstellung von Ablagerungen und Schädigungen an den Gefäßinnenwenden
Hochauflösendes Verfahren zur Bestimmung des Gefäßdurchmessers, der Läsionslänge sowie Visualisierung von Gefäßstützen
Verfahren zur Diagnose bei wiederkehrendem Brustschmerz
Verfahren zur Überwindung von schwerstverkalkten Gefäßen mit Hilfe eines miniaturisierten Bohrkopfes
- Intraaortale Ballonpumpe (IABP)
- Cardiohelp (minaturisierte Herzlungenmaschine)
- ECMO (Extrakorporale Membranoxygenierung), intensivmedizinische Technik zum Aufrechterhalten der Atemfunktion
Röntgenologische Darstellung der Halsschlagader mittels Kontrastmittel (DSA = Digitale Subtraktionsangiographie)
CAS, Implantation von Gefäßstützen als Alternative zur Operation
Bei Verengung der Nierenarterien
- Atriumseptumdefekt (ASD) (Loch in der Herzscheidewand)
- Persistierendes Foramen ovale (PFO) zur Schlaganfallprävention
Gewebeentnahme aus dem Herzmuskel bei Verdacht auf eine Herzmuskelerkrankung oder vorliegender Herzmuskelschwäche sowie Herzrhythmusstörungen
Zur Embolie- und Schlaganfallprävention bei Patienten mit Vorhofflimmern
Zur Embolie- und Schlaganfallprävention bei Patienten mit Vorhofflimmern
Interventionelle Herzklappen-Korrektur – Ein neues Verfahren am Klinikum Kulmbach
Herzinsuffizienz ist ein Zustand, bei dem das Herz nicht genug Blut in den Körper pumpen kann. Das Herz versucht dies zu kompensieren, indem es größer wird, und diese Vergrößerung bewirkt, dass sich die Mitralklappe (Klappe zwischen der linken Vor- und Hauptkammer) erweitert, was wiederum zu einer Undichtigkeit der Mitralklappe und Mitralinsuffizienz führt. Leider beeinträchtigt dies die Funktion des Herzens weiter und so verschlechtert sich die Herzinsuffizienz mit der Zeit.
Eine funktionelle Mitralklappeninsuffizienz (FMI) ist darauf zurückzuführen, dass die Mitralklappe nicht richtig schließt und das Blut in die falsche Richtung fließt oder zurückfließt. Dies verringert die Menge an sauerstoffhaltigem Blut, die in den Körper gepumpt wird, erhöht die mit Herzinsuffizienz verbundenen Symptome und verringert die Lebensqualität derjenigen, bei denen eine Diagnose gestellt wurde. Ungefähr 70 Prozent der Menschen mit Herzinsuffizienz leiden an FMI.
Das Carillon Mitral Contour System ist eine minimal-invasive Behandlungsoption, die speziell für die Behandlung von FMI entwickelt wurde. Das Carillon-Implantat wird unter Verwendung einer nicht-chirurgischen, minimal invasiven (katheterbasierten) Technik in einer Vene an der Außenseite des Herzens, die an die Mitralklappe angrenzt, platziert. Diese einfache Prozedur wurde entwickelt, um die Mitralklappe umzuformen, die Undichtigkeit der Klappe zu verringern und somit die Mitralinsuffizienz zu verringern.
Ergebnisse mehrerer internationaler klinischer Studien zeigen, dass das Carillon-System die Mitralinsuffizienz wirksam reduziert. Bei mit dem Carillon-System behandelten Patienten bessert sich in der Regel die Herzinsuffizienz und die allgemeine Lebensqualität.
Wir freuen uns, dass wir unseren Patienten diese minimal-invasive Methode der Behandlung einer Undichtigkeit der Mitralklappe nun seit einigen Monaten anbieten können.
Herzlichst, Ihr Dr. med. J. Trautvetter
Häufig gestellte Fragen
Die Katheteruntersuchung kann unterschiedlich lang dauern, dies richtet sich nach der Komplexität Ihrer Untersuchung. In der Regel benötigen wir 10 Minuten für die Vorbereitung, 10 Minuten für die Untersuchung an sich und noch 5 Minuten für die Nachbereitung. Anschließend dürfen Sie wieder auf Ihre Station zurück.
Die Untersuchung wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Der Zugang erfolgt über die Leiste oder über das Handgelenk. Man empfindet dabei ein Druckgefühl. Innerhalb der Blutgefäße und in der Herzkammer selbst verspürt man keinerlei Schmerzen, da es dort keine Schmerzrezeptoren gibt.
Die Katheteruntersuchung kann unterschiedlich lang dauern, dies richtet sich nach der Komplexität Ihrer Untersuchung. In der Regel benötigen wir 10 Minuten für die Vorbereitung, 10 Minuten für die Untersuchung an sich und noch 5 Minuten für die Nachbereitung. Anschließend dürfen Sie wieder auf Ihre Station zurück.
Da nur eine örtliche Betäubung erforderlich ist, bleiben Sie wach und ansprechbar. Ein Gespräch mit dem untersuchenden Arzt ist jederzeit möglich. Beruhigungsmittel benötigen Sie in der Regel nicht. Gegebenenfalls können Sie diese nach Wunsch und in Absprache mit dem behandelnden Arzt jedoch erhalten.
Die Herzkatheteruntersuchung wird seit etwa 50 Jahren durchgeführt. Die Entwicklung der Untersuchungstechnik und der zur Verfügung stehenden Materialien haben es in diesen Jahren ermöglicht, dass es sich trotz der Komplexität um eine risikoarme, zuverlässige Routineuntersuchung für Diagnose und Behandlung der Herzerkrankungen handelt. Es ist immer noch die zuverlässigste Methode, um den Zustand der Herzkranzgefäße darzustellen.
Die häufigste Untersuchung ist der Linksherzkatheter. Er beschäftigt sich mit der linken Seite des Herzens (dem arteriellen Bereich) und kann sowohl die Herzkammer als auch die Kranzgefäße und die Hauptschlagader (Aorta) darstellen. Durch diese Messungen lassen sich die Eigenschaften des Blutkreislaufs, die Pumpleistung des Herzens und die Herzklappenfunktionen beurteilen.
Durch einen Rechtsherzkatheter erhält man Informationen über die rechte Seite des Herzens (den venösen Bereich), die Druckverhältnisse in der rechten Herzkammer, die Lungengefäße und indirekt auch den Druck im linken Vorhof.
Sieht der Untersucher Verengungen an den Herzgefäßen, können diese in gleicher Sitzung aufgedehnt und mit einem Stent (Gefäßstütze) versorgt werden.
Handelt es sich um eine fortgeschrittene Erkrankung der Koronarien (Herzkranzgefäße), bespricht der Untersucher den Befund mit Ihnen nach Beendigung der Untersuchung. In diesem Gespräch werden Ihnen Vorschläge zur Weiterbehandlung aufgezeigt und das weitere Vorgehen besprochen.
Die Herzkatheteruntersuchung ist heutzutage ein Routineverfahren. In unserer Klinik werden jährlich circa 2.000 Eingriffe von erfahrenen Ärzten durchgeführt. Dennoch ist sie nicht frei von möglichen Komplikationen; meistens handelt es sich hierbei um Probleme an der Einstichstelle (blaue Flecken, Bluterguss). Schwerwiegende Komplikationen (wie Herzstillstand, Schlaganfall, Thrombosen) sind sehr selten und betreffen meist schwerstkranke Patienten oder Notfälle.
Gelegentlich kommt es zu Kontrastmittel-Unverträglichkeiten (wie: Hautausschlag, Hitzegefühl oder Übelkeit), die meistens nach wenigen Minuten vergehen. Eine Aufklärung am Vortag vor der Untersuchung ist obligat und wird vom Stationsarzt durchgeführt. Auf dem Formular sind alle möglichen Komplikationen aufgelistet, besprechen Sie diese bitte im Einzelnen mit Ihrem Stationsarzt. Diese Auflistung muss aus juristischen Gründen erfolgen, selbst wenn diese sehr selten auftreten. Beachten Sie bei diesem Gespräch bitte, dass Sie dem Arzt auch alle Ihnen bekannten Vorerkrankungen angeben (zum Beispiel bekannte Allergien, Blutungsneigung oder Nierenfunktionsstörungen).
Beim Linksherzkatheter punktiert der Arzt eine Arterie (Schlagader), da man über die Aorta direkt zum Herzen (arterieller Bereich) kommt. Beim Rechtsherzkatheter punktiert man eine Vene, um über die Hohlvenen an die rechte Herzhälfte (venöser Bereich) heranzukommen.
Nach der örtlichen Betäubung wird mittels einer Punktionsnadel das Gefäß punktiert. Über diese Nadel wird ein sehr weicher Führungsdraht in das jeweilige Gefäß geschoben.
Nach dem Zurückziehen der Nadel wird eine Schleuse (ein kleiner Kunststoff Schlauch mit einem Durchmesser von 1,4 – 1,8 mm und einem Ventil zur Verhinderung des Blutaustrittes) über den liegenden Draht in das Blutgefäß eingebracht.
Durch diese Schleuse können nun röntgenkontrolliert, nacheinander die unterschiedlich geformten Katheter bis zum Herz vorgeschoben werden. Der Patient merkt davon aber nichts, da die Gefäße keine Schmerzrezeptoren haben.
Über diese Katheter (es handelt sich um geformte Hohlröhrchen) kann man zur Darstellung der Herzkranzgefäße Kontrastmittel injizieren, Drücke messen und Blut abnehmen um Sauerstoffmessungen durchzuführen.
Nach diesen Darstellungen und Messungen kann Ihr Untersucher die Diagnose stellen.
- Liegen Verengungen der Herzkranzgefäße vor?
- Wie viele und an welchen Stellen?
- Sind diese von Bedeutung und damit behandlungsbedürftig?
- Sind Herzkranzgefäße komplett verschlossen?
Bei unkomplizierten Fällen kann dann direkt im Anschluss eine Gefäßerweiterung durchgeführt werden. Sollten komplexere Veränderungen vorliegen, die eventuell eine Operation erfordern, ist die Untersuchung zunächst beendet. Die Schleuse wird gezogen.
Wurde die Untersuchung über die Leiste durchgeführt, wird mittels einer elastischen Binde ein Druckverband zirkulär um die Hüften angelegt.
Bei Untersuchungen vom Handgelenk aus wird (ähnlich einem Uhrenarmband) eine Manschette um das Handgelenk gelegt und mittels Luftpolster die Einstichstelle abgedrückt.
Bei unkomplizierten Fällen ohne Eingriffsmaßnahmen kann der Patient am selben Tag entlassen werden. Bei Problemen an der Punktionsstelle sollte der Patient über Nacht in der Klinik bleiben. Bei Gefäßaufdehnungen, mit oder ohne Implantation einer Gefäßstütze, (Stent) empfiehlt sich ein Aufenthalt von ein bis zwei Tagen. Das richtet sich jeweils nach dem Schweregrad Ihrer Erkrankung.
Da die Punktionsstelle sehr klein ist, verheilt diese schnell. Der Patient kann im Regelfall sofort oder nach 4 Stunden wieder aufstehen. Größere körperliche Anstrengungen sollten jedoch in den ersten 3 bis 4 Tagen vermieden werden.
Durch die langjährige Erfahrung, die immer filigraneren Materialien und die Fülle an Informationen, die durch dieses Verfahren gewonnen wird, hat sich die Herzkatheteruntersuchung zur Routineuntersuchung entwickelt.
Dennoch wird die Untersuchung nur in den Fällen empfohlen, bei denen ein Verdacht auf eine Herzerkrankung besteht.
Die Indikationsstellung basiert auf den jeweils aktuellsten Richtlinien der internationalen und der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie.
Wenn Sie Macumar einnehmen, sollte dieses vorher pausiert werden. Bitte besprechen Sie das mit Ihrem Hausarzt. Der Zielwert INR sollte unter 2,0 liegen.
ASS 100 mg und Clopidogrel 75 mg sollten unbedingt weiter eingenommen werden.
Metformin bitte 3 Tage pausieren.
Blutdruck- und andere Medikamente sollten Sie weiter einnehmen.
Zertifikate
Kontakt Kardiologie und internistische Intensivmedizin
Dr. med. Andreas Brugger
Facharzt für Innere Medizin/ Kardiologie
Zusatzqualifikationen:
Interventionelle Kardiologie (DGK)
Spezielle Rhythmologie (DGK)
Intensivmedizin
Notfall-/ Rettungsmedizin
Kontakt
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95326 Kulmbach
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