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Medizinische Fachangestellte betreut eine Patientin bei einer Lungenfunktionsmessung in einer Kabine.

Medizinische Klinik I, Pneumologie, Beatmungs- und Schlafmedizin

Klinische Pneumologie

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Die Lunge ist dafür verantwortlich, den über die Atmung aufgenommenen Sauerstoff über das Blut zu Gewebe und Zellen zu transportieren und Kohlendioxid aus dem Körper abzugeben. Ist diese lebenswichtige Funktion durch eine Erkrankung gestört, kommt es häufig zu Atemnot, Husten oder einer verminderten Leistungsfähigkeit – oft verbunden mit einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität.

In unserer Abteilung für klinische Pneumologie setzen wir moderne diagnostische Verfahren ein, um die Ursachen dieser Beschwerden gezielt abzuklären und eine individuelle Behandlung einzuleiten.

Leistungsspektrum

Bedeutung von Lungenerkrankungen

Erkrankungen der Lunge zählen international zu den zweithäufigsten Todesursachen. Laut Studien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird ihre Bedeutung in den kommenden 20 Jahren weiter zunehmen.

Im Klinikum Kulmbach ermöglicht die Vorhaltung einer eigenen Fachrichtung für Pneumologie eine umfassende Diagnostik und Therapie von Lungenerkrankungen auf aktuellem medizinischem Niveau.

Die Lungenfunktion zählt zu den zentralen Körperfunktionen.
Die Spirometrie ist ein bewährtes medizinisches Untersuchungsverfahren zur Beurteilung der Lungenfunktion. Dabei werden das Atem- und Lungenvolumen sowie die Geschwindigkeit des Luftstroms gemessen. Diese Werte liefern wichtige Hinweise auf mögliche Einschränkungen der Atmung und unterstützen eine gezielte Diagnosestellung.

Die Bodyplethysmographie, auch als „große Lungenfunktion“ bekannt, ist ein spezialisiertes Verfahren zur Messung von Lungen- und Atemparametern. 
Sie kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn die Ergebnisse der Spirometrie für eine genaue Diagnosestellung nicht ausreichen.

Mit der Bodyplethysmographie lassen sich zusätzliche atemphysiologische Werte wie Atemwiderstand, Residualvolumen und totale Lungenkapazität bestimmen. Für die Abklärung von chronischem Husten oder bronchialer Überempfindlichkeit kann zusätzlich ein Provokationstest mit Metacholin durchgeführt werden.

Bei der Messung der Diffusionskapazität wird der sogenannte Transferfaktor für Kohlenmonoxid (CO) bestimmt. 
Dieser Wert gibt Aufschluss darüber, wie effizient Sauerstoff in der Lunge vom Blut aufgenommen wird. Die Untersuchung liefert wichtige Hinweise auf mögliche Störungen des Gasaustauschs und unterstützt so die Diagnosestellung bei Lungenerkrankungen.

Die Metacholin-Provokationstestung wird eingesetzt, um die Ursachen von chronischem Husten zu untersuchen, insbesondere bei Verdacht auf Asthma bronchiale. 
Mit diesem Test kann die Reaktionsfähigkeit der Bronchien genau beurteilt werden, was eine gezielte Diagnostik und Behandlung ermöglicht.

Die Spiroergometrie dient der Abklärung von Kurzatmigkeit bei körperlicher Belastung. 
Dabei wird die Atem- und Herzfunktion während einer Belastung auf dem Fahrradergometer genau untersucht, um mögliche Einschränkungen der Lungen- oder Herz-Kreislauf-Funktion zu erkennen und gezielt zu diagnostizieren.

Mit der Blutgasanalyse lässt sich der Sauerstoffgehalt im Blut sowohl in Ruhe als auch unter Belastung messen. 
So können mögliche Sauerstoffmängel frühzeitig erkannt und gezielt behandelt werden. Darüber hinaus dient die Untersuchung zur Indikationsstellung und Verordnung einer Sauerstofftherapie – sowohl für den Einsatz zu Hause als auch unterwegs.

Bei chronischen Lungenerkrankungen kann ein Sauerstoffmangel auftreten. In solchen Fällen prüfen wir die Indikation für eine Sauerstofftherapie und stellen bei Bedarf eine Heim-Langzeit-Sauerstofftherapie. Die Patienten werden dabei mit geeigneten Sauerstoffgeräten ausgestattet – sowohl für den Einsatz zu Hause als auch unterwegs.

Wir prüfen die Indikation und leiten bei Bedarf die Heimbeatmungstherapie (nichtinvasive Beatmung) ein – insbesondere bei Patienten mit respiratorischer Insuffizienz, sei es durch Sauerstoffmangel (hypoxisch) oder erhöhtes Kohlendioxid (hyperkapnisch).

Wir prüfen die Indikation und leiten bei Bedarf die transnasale Insufflationstherapie (TNI) ein – insbesondere bei Patienten mit respiratorischer Insuffizienz. Dieses Verfahren unterstützt die Atmung und kann die Lebensqualität im Alltag deutlich verbessern.

Behandlungsschwerpunkte

Die Lunge besteht aus zwei Lungenflügeln und füllt einen Großteil des Brustkorbs aus. Nach unten wird sie vom Zwerchfell begrenzt, das eine wichtige Rolle bei der Atmung spielt.

Innerhalb der Lunge verzweigen sich die Atemwege von den größeren Bronchien bis hin zu den feinsten Lungenbläschen. Dieses komplexe und empfindliche System kann durch Viren, Bakterien, Pilze oder auch durch Tumorerkrankungen in seiner Funktion beeinträchtigt werden.

Erkrankungen der Lunge wirken sich häufig deutlich auf die Lebensqualität aus. Beschwerden wie Atemnot, Fieber, Husten oder Schmerzen können den Alltag erheblich einschränken und bedürfen einer gezielten pneumologischen Diagnostik und Behandlung.

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (englisch: chronic obstructive pulmonary disease, kurz: COPD) ist ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen der Lunge. Typische Beschwerden sind anhaltender Husten, vermehrter Auswurf und Atemnot, zunächst bei Belastung, im fortgeschrittenen Stadium auch in Ruhe.

Zur COPD zählen vor allem die chronisch obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem. Beide Erkrankungen gehen je nach Schweregrad mit zunehmender Einschränkung der Atmung einher.

In über 90 Prozent der Fälle ist langjähriger Nikotinkonsum die Hauptursache für die Entstehung der Erkrankung. Der Verzicht auf das Rauchen ist daher der wichtigste Schritt in der Behandlung und in jedem Stadium der Erkrankung sinnvoll.

Die Lungenfunktionsprüfung bildet die Grundlage der Diagnosestellung und ermöglicht die Beurteilung des Schweregrades sowie die Planung der weiteren Therapie.

Asthma bronchiale, kurz Asthma, ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Atemwege. Die Bronchien sind dabei dauerhaft überempfindlich und reagieren auf verschiedene Reize mit einer Verengung. Dies kann zu anfallsartiger Atemnot, Husten und Engegefühl in der Brust führen.

Man unterscheidet zwischen allergischem und nicht-allergischem Asthma. Das allergische Asthma wird durch äußere Reize wie allergieauslösende Stoffe in der Umwelt hervorgerufen und ist die häufigste Form der Erkrankung.

Die Diagnose erfolgt in der Regel durch die Kombination aus ausführlicher Anamnese, Lungenfunktionsprüfung sowie gegebenenfalls Allergietests oder speziellen Provokationstests.

Husten ist ein häufiges Symptom, das oft im Rahmen einer harmlosen Erkältung auftritt und in der Regel von selbst wieder verschwindet. Hält der Husten jedoch länger als acht Wochen an, kann dies auf eine ernstere Erkrankung der Atemwege hinweisen. In solchen Fällen ist eine umfassende pneumologische Diagnostik sinnvoll, um die Ursache abzuklären.

Bluthusten (Hämoptyse) stellt zudem immer einen Notfall dar und erfordert umgehende pneumologische Abklärung.

Eine Lungenentzündung wird in der Fachsprache als Pneumonie bezeichnet. Wenn nicht die Lunge selbst, sondern die Bronchien betroffen sind, spricht man von einer Bronchitis – diese kann akut oder chronisch verlaufen.

Die häufigsten Ursachen sind Bakterien oder Viren, in seltenen Fällen auch Pilze. Darüber hinaus können chemische oder physikalische Reize, wie giftige Gase oder bestimmte Medikamente, eine Pneumonie auslösen. Bei bakteriellen Infektionen ist eine gezielte Antibiotikatherapie die Behandlung der Wahl. Virale Infektionen hingegen klingen in der Regel von selbst ab, unterstützt durch allgemeine Maßnahmen wie körperliche Schonung. Der Einsatz von Antibiotika ist hier nicht angezeigt, um Resistenzen zu vermeiden.

Symptome einer akuten Pneumonie oder Bronchitis
Patientinnen und Patienten leiden häufig unter:

  • Schüttelfrost und hohem Fieber (bis 40 °C)
  • Allgemeinem Krankheitsgefühl, Glieder- und Muskelschmerzen
  • Trockenen oder produktiven Husten
  • Atemnot bei schwerem Verlauf
  • Symptome einer chronischen Pneumonie oder Bronchitis
  • Anhaltender, meist trockener Husten
  • Abgeschlagenheit
  • Atemnot

Diagnostik
Zur Abklärung und Beurteilung der Erkrankung führen wir unter anderem durch:

  • Körperliche Untersuchung
  • Blutbild
  • CRP-Bestimmung (C-reaktives Protein, ein Marker für Entzündungen)
  • PCT-Bestimmung (Procalcitonin, ein Marker für schwere bakterielle Infektionen)
  • Röntgenaufnahme des Thorax in zwei Ebenen und bei Bedarf CT des Thorax

Lungenkrebs, in der Pneumologie auch als Bronchialkarzinom bezeichnet, ist die häufigste krebsbedingte Todesursache. Mindestens 80 % der Betroffenen sind oder waren Raucher – ein Hinweis darauf, dass die Erkrankung in den meisten Fällen vermeidbar wäre.

Symptome
Im fortgeschrittenen Stadium klagen Patientinnen und Patienten über:

  • Atemnot
  • Husten oder Bluthusten
  • Schmerzen im Schulterbereich, häufig verursacht durch Knochenmetastasen
  • Diagnostik

Die Abklärung erfolgt in mehreren Schritten:

  1. Radiologische Untersuchung
    Zunächst wird eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs angefertigt.
  2. Computertomographie (CT)
    Zur genaueren Diagnosesicherung erfolgt meist eine CT des Thorax.
  3. Lungenspiegelung (Bronchoskopie)
    Um Gewebeproben für die pathologische Untersuchung zu gewinnen, wird eine Bronchoskopie durchgeführt. Mithilfe von Durchleuchtung und endobronchialem Ultraschall (EBUS) können gezielt Proben aus dem Tumor entnommen werden (transbronchiale Biopsie, TBB).
  4. PET-CT
    Bei lokal fortgeschrittenem Tumor oder Verdacht auf Fernmetastasen kann eine PET-CT (Positronenemissionstomographie) eingesetzt werden. Diese nuklearmedizinische Untersuchung ermöglicht die Darstellung von Tumorabsiedlungen im gesamten Körper.

Abklärung von mediastinalen Lymphknoten
Die Prognose bei Lungenkrebs hängt entscheidend vom Status der mediastinalen Lymphknoten ab. Bei Verdacht auf Lymphknotenbeteiligung ist ein gezieltes mediastinales Staging erforderlich. Dabei kommen neben der CT-Bildgebung insbesondere die EBUS-TBNA (endobronchiale Ultraschall-geführte Feinnadelpunktion) und in Zweifelsfällen die Mediastinoskopie zum Einsatz.

Interstitielle Lungenerkrankungen (ILD) umfassen eine Gruppe unterschiedlicher Erkrankungen, die das Zwischengewebe (Interstitium) der Lunge sowie die Lungenbläschen (Alveolen) betreffen. Betroffene leiden häufig unter Atemnot, trockenem Husten und einer eingeschränkten Belastbarkeit.

Ursachen
Man unterscheidet zwischen bekannten und unbekannten Ursachen:

  • Bekannte Ursachen:
  • Berufliche Belastungen wie Farmerlunge oder Vogelhalterlunge
  • Medikamentöse Auswirkungen (z. B. Amiodaron, Methotrexat)
  • Bindegewebs- und rheumatische Erkrankungen, die die Lunge betreffen

Die häufigste Form einer Lungenfibrose unklarer Ursache ist die idiopathische pulmonale Fibrose (IPF). Sie verläuft chronisch und führt zu einer zunehmenden Vernarbung des Lungengewebes.

Sarkoidose (Morbus Boeck)
Die Sarkoidose ist eine entzündliche Erkrankung, die verschiedene Organe und Gewebe betreffen kann. Am häufigsten ist die Lunge betroffen – in 90 % der Fälle sind auch die Lymphknoten beteiligt. Die Erkrankung tritt überwiegend zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf, besonders häufig bei Frauen. Typische Symptome sind chronischer Reizhusten und Atemnot. Die genaue Ursache ist bislang unbekannt.

Diagnostik
Die zuverlässigste Methode zur Diagnosestellung ist die Bronchoskopie mit endobronchialem Ultraschall (EBUS). Dabei können gezielt Gewebeproben aus den mediastinalen Lymphknoten mittels transbronchialer Feinnadelaspiration gewonnen werden.

Die Behandlung von Lungenhochdruck erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Kardiologie, da die Erkrankung sowohl die Lunge als auch das Herz betreffen kann.

Beschwerden und Symptome
Lungenhochdruck führt häufig zu:

  • Stark eingeschränkter körperlicher Leistungsfähigkeit
  • Atemnot, vor allem bei Belastung
  • Kreislaufproblemen

Unbehandelt kann Lungenhochdruck zu schwerwiegenden Komplikationen wie Rechtsherzversagen führen.

Behandlung
Die Therapie richtet sich sowohl nach der Ursache der Erkrankung als auch nach den Symptomen und erfolgt medikamentös, unterstützt durch allgemeine Maßnahmen zur Entlastung des Herz-Kreislauf-Systems.

Zertifikate

Kontakt Pneumologie, Beatmungs- und Schlafmedizin

Doktor der Medizin (Uni. Damaskus) Joseph Alhanna
Leitender Arzt
Pneumologie, Beatmungs- und Schlafmedizin

Doktor der Medizin (Uni. Damaskus) Joseph Alhanna

Facharzt für Innere Medizin, Pneumologie und Beatmungsmedizin

 Sekretariat Pneumologie, Beatmungs. und Schlafmedizin
Sekretariat Pneumologie, Beatmungs. und Schlafmedizin

Kontakt

Albert-Schweitzer-Straße 10
95326 Kulmbach

Cornelia Krauß

Telefon: 09221 98-1851
Telefax: 09221 98-1802
E-Mail: cornelia.krauss@klinikum-kulmbach.de