Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKE) – also Erkrankungen des Herzens und der Blutgefäße – gehören weltweit zu den häufigsten Gesundheitsproblemen. Ein großer Anteil der Todesfälle lässt sich auf diese Erkrankungen zurückführen, wobei viele davon durch eine rechtzeitige Diagnose und passende Therapie gut behandelbar oder sogar vermeidbar wären.
Die Ursachen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind vielfältig. Man unterscheidet zwischen nicht beeinflussbaren Risikofaktoren wie Alter, Geschlecht oder genetischer Veranlagung und beeinflussbaren Risikofaktoren, zu denen in absteigender Bedeutung unter anderem Bluthochdruck, ungesunde Ernährung, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes, Übergewicht, Rauchen, Luftverschmutzung, Bewegungsmangel und übermäßiger Alkoholkonsum gehören. Weitere bekannte Risikofaktoren sind beispielsweise nicht erkannte Zöliakie, rheumatische Erkrankungen, psychosoziale Belastungen sowie soziale Faktoren wie Armut oder niedriger Bildungsstand.
Unsere Klinik für Kardiologie hat es sich zur Aufgabe gemacht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen frühzeitig zu erkennen, umfassend zu behandeln und Sie kompetent auf Ihrem Weg zu begleiten.
Die häufigsten Herz- Kreislauferkrankungen
Die koronare Herzerkrankung gehört zu den häufigsten Herzkrankheiten in Deutschland. Sie entsteht, wenn die Herzkranzgefäße verengt sind und das Herz nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt wird. Folgen können Brustschmerzen, Herzinfarkte oder eine Herzschwäche sein.
Unsere Aufgabe ist es, die KHK früh zu erkennen, gezielt zu behandeln und weiteren Erkrankungen vorzubeugen.
Zu den akuten Koronarsyndromen zählen die instabile Angina pectoris und verschiedene Formen des Herzinfarkts. Diese Erkrankungen müssen sofort behandelt werden.
Dafür steht in unserer Abteilung eine 24-Stunden-Notfallbereitschaft zur Verfügung.
Herzklappen können entweder zu eng sein (z. B. Aortenstenose) oder nicht mehr richtig schließen (z. B. Mitral- oder Trikuspidalklappeninsuffizienz).
Zunächst wird genau untersucht, wie ausgeprägt der Klappenfehler ist. Anschließend entscheiden wir gemeinsam über die passende Therapie – medikamentös, durch einen kathetergestützten Eingriff oder eine Operation.
Bei einer Herzinsuffizienz kann das Herz nicht mehr genügend Blut durch den Körper pumpen. Typische Beschwerden sind Atemnot, Leistungsabfall und Müdigkeit.
Die Herzschwäche ist einer der häufigsten Gründe für Krankenhausaufenthalte. Wir bieten eine umfassende Diagnostik und individuell abgestimmte Behandlungsmöglichkeiten.
Bluthochdruck ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Deshalb gehört die Diagnose und Behandlung von Bluthochdruck zu unseren zentralen Aufgaben – um Folgeschäden am Herzen, Gehirn oder an den Gefäßen zu vermeiden.
Herzrhythmusstörungen können zu langsamen oder schnellen Herzschlägen führen. Wir klären, ob diese Rhythmusstörungen behandlungsbedürftig sind und ob sie langfristig ein Risiko darstellen.
Dazu stehen uns moderne Diagnostikverfahren und vielfältige Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Herzmuskelerkrankungen können angeboren oder im Laufe des Lebens erworben sein. Sie führen zu einer Verdickung oder Erweiterung des Herzmuskels und können eine Herzschwäche oder in seltenen Fällen auch einen plötzlichen Herztod verursachen.
Eine genaue Diagnostik ist entscheidend, um die richtige Therapie und Prognose zu bestimmen.
Bei einer Myokarditis ist der Herzmuskel entzündet – oft nach einem Infekt wie einer Erkältung oder Grippe. Die Beschwerden sind oft unspezifisch, zum Beispiel Müdigkeit, Brustschmerzen oder Herzstolpern, wodurch die Erkrankung schwer zu erkennen ist.
Wir untersuchen sorgfältig, ob eine Myokarditis vorliegt und wie sie bestmöglich behandelt werden kann.
Eine Synkope ist ein plötzlich auftretender, kurzzeitiger Bewusstseinsverlust.
Wir klären ab, warum es dazu gekommen ist, und beurteilen, ob eine ernsthafte Ursache dahintersteckt.
Plötzliche, starke Brustschmerzen können auf eine Erkrankung der Hauptschlagader (Aorta) hinweisen – etwa einen Einriss oder eine Blutung in der Gefäßwand.
Je nach Form wird entweder zunächst konservativ behandelt oder das Herzchirurgie-Team muss rasch eingebunden werden.
Hochgradige Verengungen (Stenosen) der Halsschlagader können in vielen Fällen die Ursache eines Schlaganfalls sein. Stenosen der Halsschlagader (Arteria carotis) werden in unserem Schwerpunkt mit einer Gefäßstütze (Stent) versorgt.
Eine Lungenembolie entsteht, wenn ein Blutgerinnsel – meist aus den Bein- oder Beckenvenen – ein Lungengefäß verstopft. Das kann lebensbedrohlich sein.
Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung; schwere Fälle behandeln wir auf unserer internistischen Intensivstation.
Zertifikate
Kontakt Kardiologie und internistische Intensivmedizin
Dr. med. Andreas Brugger
Facharzt für Innere Medizin/ Kardiologie
Zusatzqualifikationen:
Interventionelle Kardiologie (DGK)
Spezielle Rhythmologie (DGK)
Intensivmedizin
Notfall-/ Rettungsmedizin
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